„Wir sind Oberland“ Gesamtkirchengemeinde feiert Gründungsgottesdienst auf dem Helgesberg

„Wir sind Oberland“ Gesamtkirchengemeinde feiert Gründungsgottesdienst auf dem Helgesberg

„Wir sind Oberland“ Gesamtkirchengemeinde feiert Gründungsgottesdienst auf dem Helgesberg

# Andacht+Gottesdienst

„Wir sind Oberland“ Gesamtkirchengemeinde feiert Gründungsgottesdienst auf dem Helgesberg

Pfingsten gilt als Geburtstag der christlichen Kirche und als „Geburtstag“ der ersten Gemeinde. Am Sonntag und Montag haben im Evangelischen Dekanat Biedenkopf-Gladenbach die Gesamtkirchengemeinden Breidenbacher Grund und Oberland mit Gottesdiensten im Grünen ihre zum Jahresbeginn erfolgte Gründung nachgefeiert


 Heiteres Begrifferaten mit Pfarrer Carsten Simon: Die neuen Kirchenvorstände mussten aus den pantomimischen Darbietungen des Publikums die gesuchten Begriffe finden. (Foto: Klaus Kordesch/eöa)






Heiteres Begrifferaten mit Pfarrer Carsten Simon: Die neuen Kirchenvorstände mussten aus den pantomimischen Darbietungen des Publikums die gesuchten Begriffe finden. (Foto: Klaus Kordesch/eöa)

„Wir sind Oberland“ lautete das selbstbewusste Motto des Gründungsgottesdienstes im Oberland auf dem Helgesberg in Niedereisenhausen, laut Ansage des Kirchenvorstandsvorsitzenden Erich Filippi „mit Raum für Träume und Hoffnungen, aber auch Zweifel und Fragen“: In frühsommerlicher Hitze feierten die ehemals eigenständigen und jetzt unter dem Dach der Gesamtkirchengemeinde vereinten Ortskirchengemeinden Bottenhorn, Gönnern, Lixfeld, Obereisenhausen, Oberhörlen und Roth einen fröhlichen und optimistischen gemeinsamen Gottesdienst. Die Feier begann mit Glückwünschen und Grußworten aus den beteiligten Orten – vorgetragen in Anspielung auf das pfingstliche Sprachwunder jeweils im örtlichen Platt, aber durchaus verständlich auch für die anderen Besucher.


Der Posaunenchor ObeLIX gestaltete den Pfingstgottesdienst musikalisch mit. (Foto: Klaus Kordesch/eöa)





Der Posaunenchor ObeLIX gestaltete den Pfingstgottesdienst musikalisch mit. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)  

Vieles habe man gemeindeübergreifend schon vor dem nicht ganz freiwillig erfolgten Zusammenschluss zusammen veranstaltet, erinnerte Pfarrerin Katrin Simon, die in ihrer Predigt mit den Augen des Petrus im Stil eines seiner Briefe auf die aktuelle Situation blickte. Neben Freude und Hoffnung sei an diesem Tag auch die Sorge um die Zukunft der Kirche, der Gemeinde vor Ort spürbar, sagte sie: „Aber wir können nicht die Augen verschließen vor den Veränderungen und gelangen zur Einsicht: Alleine wird´s schwer.

Unter der Karte mit den früheren Grenzen der selbstständigen Kirchengemeinden des Nachbarschaftsraums kam das „grenzenlose“ Gemälde der neuen Gesamtkirchengemeinde Oberland zum Vorschein. (Foto: Klaus Kordesch/eöa)



Unter der Karte mit den früheren Grenzen der selbstständigen Kirchengemeinden des Nachbarschaftsraums kam das „grenzenlose“ Gemälde der neuen Gesamtkirchengemeinde Oberland zum Vorschein. (Foto: Klaus Kordesch/eöa)

Unruhe und Veränderungen seien charakteristisch für das historische Pfingsten, und trotzdem hätten sich seinerzeit die unterschiedlichsten Menschen verstanden: „Dabei müssen wir nicht alles gleichmachen, und nicht jede Tradition muss verschwinden“, sagte die Theologin: „Gottes Geist liegt in der Vielfalt. Lasst die Unterschiede nicht zu Mauern werden!“, appellierte sie an die Gottesdienstbesucher. „Gottes Geist ist ein Brückenbauer: Fragt euch nicht, was wir verlieren, sondern, was wir gewinnen!“, forderte sie und sprach den Anwesenden wiederum im Stil des Petrus Mut zu: „Habt keine Angst vor Neuem, aber achtet das Alte! Kümmert euch um die euch anvertrauten Menschen!“ Die rund 200 auf dem Helgesberg anwesenden Gottesdienstbesucher honorierten die Predigt mit Applaus.

Eine Schokokuss-Wurfmaschine sorgte bei den jüngeren Gottesdienstbesuchern auf dem Helgesberg für Begeisterung. (Foto: Klaus Kordesch/eöa)


Eine Schokokuss-Wurfmaschine sorgte bei den jüngeren Gottesdienstbesuchern auf dem Helgesberg für Begeisterung. (Foto: Klaus Kordesch/eöa)

Fester Bestandteil des traditionellen Helgesberg-Pfingstgottesdiensts sind die Aktionen, die in diesem Jahr meist unter dem Zeichen des Zusammenschlusses standen: So konnte man helfen, eine von Pfarrerin Hilke Perlt bemalte Leinwand mit der Karte der Gesamtkirchengemeinde freizulegen und dabei sogar etwas gewinnen, beim von Pfarrer Stefan Föste kreierten Memoryspiel Motive aus den Ortskirchengemeinden erinnern und auf Karten formulierte Glückwünsche und Hoffnungen an einer Wäscheleine anbringen. Pfarrer Carsten Simon ließ den neuen Kirchenvorstand von den Gottesdienstbesuchern pantomimisch dargestellte Begriffe raten, während der Nachwuchs sich beim Topfschlagen und an der Schokokuss-Wurfmaschine vergnügen konnte. Außerdem bot Gemeindepädagogin Claudia Althaus eine Exkursion in den schattigen Wald an. 


Der Vorstand der Gesamtkirchengemeinde nach seiner Einführung (v.l.): Carsten Simon, Jörg-Uwe Hille, Hilke Perlt, Stefan Föste, Beate Reitz, Antje Kornmann, Sandra Welsch, Regina Kaut, Jürgen Fuchs, Thorsten Graf, Erich Filippi und Katrin Simon. Es fehlen Ina Sänger und Markus Moos. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)

Der Vorstand der Gesamtkirchengemeinde nach seiner Einführung (v.l.): Carsten Simon, Jörg-Uwe Hille, Hilke Perlt, Stefan Föste, Beate Reitz, Antje Kornmann, Sandra Welsch, Regina Kaut, Jürgen Fuchs, Thorsten Graf, Erich Filippi und Katrin Simon. Es fehlen Ina Sänger und Markus Moos. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)  

Höhepunkt der Feier, für deren musikalische Gestaltung der mit Bläsern aus Oberhörlen und Lixfeld besetzte Posaunenchor ObeLIX unter der Leitung von Monika Weigel und Ole-Johann Graf an der Gitarre verantwortlich zeichneten, war die Beauftragung und Einsegnung des Gesamtkirchenvorstands, der seit Jahresbeginn im Amt ist. Neben Erich Filippi und den Pfarrpersonen gehören ihm Jürgen Fuchs, Thorsten Graf, Jörg-Uwe Hille, Regina Kaut, Beate Reitz, Sandra Welsch, Antje Kornmann, Ina Sänger und Markus Moos an. „Die Gemeinde Gottes lebt davon, dass viele Menschen Verantwortung übernehmen“, bedankte sich Carsten Simon als Stellvertretender Vorsitzender für das Engagement vor allem der Ehrenamtlichen. Nach dem Gottesdienst feierten die Besucher bei Bratwurst, Pommes, Eis und kühlen Getränken die Geburtstage der Kirche und ihrer Gesamtkirchengemeinde bis in den Nachmittag hinein. (klk/eöa)

Die Umrisskarte der neuen Gesamtkirchengemeinde. Der rote Punkt markiert den Helgesberg. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)





Die Umrisskarte der neuen Gesamtkirchengemeinde. Der rote Punkt markiert den Helgesberg. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)

Der Vorstand der Gesamtkirchengemeinde nach seiner Einführung (v.l.): Antje Kornmann, Sandra Welsch, Beate Reitz, Regina Kaut, Thorsten Graf, Jürgen Fuchs, Erich Filippi, Jörg-Uwe Hille, Stefan Föste, Hilke Perlt, Katrin und Carsten Simon. Es fehlen Ina Sänger und Markus Moos. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)

Der Vorstand der Gesamtkirchengemeinde nach seiner Einführung (v.l.): Antje Kornmann, Sandra Welsch, Beate Reitz, Regina Kaut, Thorsten Graf, Jürgen Fuchs, Erich Filippi, Jörg-Uwe Hille, Stefan Föste, Hilke Perlt, Katrin und Carsten Simon. Es fehlen Ina Sänger und Markus Moos. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)  


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