„Vom Beten zum Handeln“ kommen: Weltgebetstags-Gottesdienst wurde auch in Gladenbach gefeiert

„Vom Beten zum Handeln“ kommen: Weltgebetstags-Gottesdienst wurde auch in Gladenbach gefeiert

„Vom Beten zum Handeln“ kommen: Weltgebetstags-Gottesdienst wurde auch in Gladenbach gefeiert

# Gemeinsam im Dekanat

„Vom Beten zum Handeln“ kommen: Weltgebetstags-Gottesdienst wurde auch in Gladenbach gefeiert

Weltweit sind am Freitag Gottesdienste anlässlich des diesjährigen ökumenischen Weltgebetstags gefeiert worden, auch in unserem Dekanat. In der evangelischen Martinskirche Gladenbach versammelten sich zu der Feier mehrere Dutzend Gläubige.

Das Vorbereitungsteam gestaltete den Weltgebetstags-Gottesdienst in Gladenbach. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)





Das Vorbereitungsteam gestaltete den Weltgebetstags-Gottesdienst in Gladenbach. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)

„Kommt! Bringt eure Last!“ lautete das ist das Motto des Weltgebetstags, zu dem Frauen aus Nigeria die Liturgie vorbereitet hatten. Deren Situation und die gesellschaftliche, religiöse und politische Lage in dem bis heute von der Kolonialzeit geprägten Land standen im Mittelpunkt des Gottesdiensts, den Regina Bingel, Angelika Miehe, Martina Neurath, Inge Große, Renate Bock und Gisela Unger-Kawall gestalteten. Musikalisch begleitete Dorothea Grebe am Klavier die Feier, in deren Verlauf Heinz-Dieter Rink mit einer Fotoschau über das Land informierte. Extreme Armut, Reichtum und Luxus sind dort überall zu beobachten, zeigte er. Nigeria sei eines der größten erdölexportierenden Länder, wovon aber nur wenige profitierten. Korruption sei ein großes Problem.

Heinz-Dieter Rink informierte mit einer Fotoschau über Nigeria. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)





Heinz-Dieter Rink informierte mit einer Fotoschau über Nigeria. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)

In den ländlichen Gebieten laste der Großteil der Feldarbeit auf den Frauen, wobei das Land aber meist den Männern gehöre, erfuhren die Gottesdienstbesucher. Mädchen hätten deutlich geringere Bildungs- und Karrierechancen, würden oft schon mit zwölf oder 13 Jahren verheiratet und litten unter Diskriminierung und Benachteiligungen. Vor allem durch die Unruhen im Norden gebe es rund 3,1 Millionen Binnenflüchtlinge im Land; zumeist verwitwete Frauen, deren Männer bei Boko Haram-Überfällen ermordet wurden, und ihre Kinder. Die Besucher hörten die Lebensgeschichte dreier Frauen aus Nigeria, die mit religiöser Verfolgung, Armut und Gewalt jeweils anderen Lasten zu tragen haben und diese auf unterschiedliche Weise zu schultern versuchen. Gemeinsam ist ihnen die Kraft, die sie aus ihrem Glauben schöpfen.

Symbolisch konnten die Gottesdienstbesucher sich ihrer Lasten entledigen, indem sie Steine in einen Korb am Altar legten. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)





Symbolisch konnten die Gottesdienstbesucher sich ihrer Lasten entledigen, indem sie Steine in einen Korb am Altar legten. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)

Das Vorbereitungsteam regte dazu an, sich zu überlegen, wie man den Frauen helfen könne, ihre Lasten zu tragen, und wie Christus ihnen beistehe. „Wir sind alle Hände und Füße Christi“, lautete die Erkenntnis. In dieser Weise „Vom Beten zum Handeln“ kommen wollen die Frauen auch im kommenden Jahr, wenn für die Weltgebetstag-Bewegung ein Jubiläum ansteht: Da 1927 der erste Weltgebetstag gefeiert wurde, wird 2027 weltweit ein Jubiläumsgottesdienst unter dem Motto „Informiert beten – betend handeln“ gefeiert. (klk/eöa)

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