20/02/2026 0 Kommentare
Kindergarten-Fusion feiert zehnjähriges Bestehen: Erfolgsgeschichte der beiden evangelischen Kindergärten in Holz- und Herzhausen
Kindergarten-Fusion feiert zehnjähriges Bestehen: Erfolgsgeschichte der beiden evangelischen Kindergärten in Holz- und Herzhausen
# Kirche für Kinder

Kindergarten-Fusion feiert zehnjähriges Bestehen: Erfolgsgeschichte der beiden evangelischen Kindergärten in Holz- und Herzhausen
Die Nachricht traf den Kindergarten Herzhausen seinerzeit wie aus heiterem Himmel: Nur ein Jahr nachdem dort erfolgreich eine Waldgruppe ins Leben gerufen worden war, diskutierte die Gemeindevertretung darüber, diese wieder zu streichen.

Die Kindergartenkinder errichten aus großen Bauklötzen symbolisch die beiden ehemals eigenständigen Kindergärten in Holzhausen und Herzhausen, die sie anschließend verbinden. (Foto: Sascha Valentin)
Dass es nicht dazu gekommen ist und heute sogar noch eine zweite Waldgruppe existiert, ist der Fusion der beiden Kindergärten in Holz- und Herzhausen zu verdanken, die nun ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert hat. Das Problem bestand hauptsächlich darin, dass es in der kirchlichen Einrichtung in Herzhausen sowohl eine Kindergartengruppe als auch eine Krippengruppe und die Waldgruppe gab, während im kommunalen Kindergarten in Holzhausen Plätze sogar leer blieben.
„Horst Falk, Uli Schneider und Bernd Schmidt waren die ersten, die mit dieser Idee auf uns zugekommen sind“, erinnerte sich Kindergartenleiterin Claudia Weber in einer Feierstunde anlässlich des kleinen Jubiläums. Ihr Gedanke war, dass die Kirchengemeinde Herzhausen als Träger des dortigen Kindergartens die Einrichtung im Nachbarort mit übernehmen sollte. Durch eine gemeinsame Leitung könnten nicht nur Kosten gespart werden. Ebenso wäre es möglich, die Kinder aus beiden Ortsteilen gleichmäßig auf die Einrichtung zu verteilen.

Das Jahr 2015 sei dann von Gesprächen und dem Austausch von Gedanken geprägt gewesen, berichtete Weber. „Traut der Kirchenvorstand sich das zu: Drei Häuser mit Ehrenamtlichen in der Trägerschaft? Und traue ich mir das zu?“ Trotz Bedenken und auch einigem Gegenwind fiel die Entscheidung schließlich für die Fusion und so übernahm der Kirchenvorstand Herzhausen zum 1. Januar 2016 die Trägerschaft des bis dato kommunalen Kindergartens in Holzhausen. „Rückblickend können wir sagen, dass eine gute Entscheidung war“, bilanzierte Weber nun. Auf diese Weise habe sich die Verteilung der Kita-Plätze vereinfacht. Das Personal unterstütze sich häuserübergreifen, was gerade in Krankheitsphasen dazu führt, dass nicht sofort Notdienst gemacht werden müsse. Auch für die Kinder biete der Zusammenschluss etliche Vorteile. Als Beispiel nannte die Leiterin die gemeinsamen Aktionen für die künftigen Schulkinder in deren letzten Kindergartenjahr. Dadurch werde diesen der Übergang ins Schulleben erleichtert, weil sie einander schon früher kennenlernten. Und auch die Waldgruppe hat sich in diesen zehn Jahren wunderbar entwickelt. Während der Corona-Zeit hat sie ihr neues Zuhause unterhalb der Schutzhütte bezogen und vor zwei Jahren wurde aufgrund der großen Nachfrage die zweite Waldgruppe eröffnet.

Auslöser für die Fusion war vor zwölf Jahren die Ankündigungen, die Waldgruppe Herzhausen zu schließen. (Foto: Sascha Valentin)
Der gemeinsamen Feierstunde im Kindergarten Herzhausen war am Morgen ein Gottesdienst in der Kirche Holzhausen vorausgegangen. Dort hatten die Kinder symbolisch aus großen Schaumstoffklötzen zwei Häuser gebaut, die sie anschließend mit einem Seil verbanden. Nach dem Gottesdienst lud das Kindergartenteam die Besucher dazu ein, gemeinsam nach Herzhausen zu wandern. Auf dem Weg dorthin erinnerten mehrere Stationen an die Fusion vor zehn Jahren und die Entwicklung, die die Kindertagesstätte „Arche Noah“ seitdem genommen hat. Sie zählt mittlerweile 45 Mitarbeiter und betreut an den beiden Standorten 130 Kinder. (Sascha Valentin)
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