„Gegenseitig stärken, bereichern und miteinander Kirche gestalten!“ - Evangelische Gemeinden des Oberen Edertals feiern neues Miteinander

„Gegenseitig stärken, bereichern und miteinander Kirche gestalten!“ - Evangelische Gemeinden des Oberen Edertals feiern neues Miteinander

„Gegenseitig stärken, bereichern und miteinander Kirche gestalten!“ - Evangelische Gemeinden des Oberen Edertals feiern neues Miteinander

# Gemeinsam im Dekanat

„Gegenseitig stärken, bereichern und miteinander Kirche gestalten!“ - Evangelische Gemeinden des Oberen Edertals feiern neues Miteinander
© Klaus Kordesch /eöa

Die Kirche muss sich immer wieder verändern und erneuern: „Es ist immer noch Reformation, und wir alle sind Teil davon!“ Das hat Dekan Andreas Friedrich am Reformationstag in der evangelischen Kirche Dodenau unterstrichen, wo er den Geschäftsführenden Ausschuss und das Verkündigungsteam des Nachbarschaftsraumes Oberes Edertal für ihren Dienst segnete.

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Veränderung in diesem Fall bedeute, dass die mehr als 9000 Protestanten in den zwölf Gemeinden des Oberen Edertals seit Jahresbeginn nicht nur einen Pfarrer oder eine Pfarrerin haben, sondern das ganze Verkündigungsteam für sie zuständig ist, wie der Dekan erläuterte. Für die so genannten Kasualien wie Trauungen, Taufen, Beerdigungen und Krankenbesuche behalten die Pfarrerinnen Janina Albrecht, Michaela Frischholz, Ruth Schönfeld und die Pfarrer Peter Dersch, Stefan Geil, Stefan Peter, Oliver Schönfeld aber ihre Seelsorgebezirke. In Battenberg übernimmt diesen für den in den Ruhestand verabschiedeten Pfarrer Holger Balzer Stefan Peter; Michaela Frischholz wiederum von diesem den Seelsorgebezirk Dexbach, kündigte Friedrich an. Zum Verkündigungsteam zählt zudem noch der mit der Jugendarbeit im Nachbarschaftsraum betraute Gemeindepädagoge Elian Lorenz.

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Der Geschäftsführende Ausschuss werde sich um alle Aufgaben kümmern, die nicht nur einzelne Kirchengemeinden beziehungsweise deren Kirchenvorstände, sondern den ganzen rechtlich als Arbeitsgemeinschaft organisierten Nachbarschaftsraum betreffen, erklärte Friedrich. Alle zwölf Gemeinden sind am Ausschuss beteiligt, als dessen Vorsitzender Michael Zollenkopf fungiert. Für Allendorf/Eder sind Kerstin Dippel und Stefan Traute im Ausschuss, Dieter Wolf und Stephan Becker für Battenberg, Karl-Heinz Holzapfel und Axel Marburg für Battenfeld, Christa Jakobi für Berghofen, Marius Schmidt und Rosemarie Vöpel für Bromskirchen, Eckhard Müller für Dexbach, Sascha Raukamp und Helmut Naumann für Dodenau, Peter Pophanken für Eifa, Liesel Hallenberger für Frohnhausen, Michael Zollenkopf für Hatzfeld, Marion Schmidt-Biber für Holzhausen und Lydia Brühl für Laisa.

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Dekan Friedrich erinnerte daran, dass vor fast genau 500 Jahren die Reformation durch den Beschluss der Homberger Synode in Hessen und somit auch in den Dörfern des Oberen Edertals eingeführt wurde. Zuvor habe sich Landgraf Phillip eingehend mit dem Evangelium befasst und festgestellt, dass dort nirgends von Ablassbriefen die Rede sei, sondern dass die Liebe Gottes für die Vergebung ausreiche. Seit damals sei die Kirche eine Baustelle, auf der auch heute noch viel zu tun sei, sagte er. Es sei zwar anstrengend, sich ständig auf Neues einlassen zu müssen, aber die jahrhundertealten Ziele der Reformation seien auch heute gültig: „Wir haben zu viele Kirchen, aber zuwenig Kirche“, machte der Dekan mit einem Zitat des Limburger Bischofs Georg Bätzing bewusst.

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Schon in der frühen Christenheit sei die enge Zusammenarbeit der Gemeinden einer Region üblich gewesen, berichtete GA-Vorsitzender Michael Zollenkopf am Beispiel des Galaterbriefs. Er hoffe, dass die Gemeinden zusammenwachsen und dabei ihre eigenen Traditionen und Stärken bewahren werden können: „Ich wünsche mir, dass wir diese Schätze miteinander teilen und über die Grenzen unserer einzelnen Orte hinaus lebendig werden lassen“, sagte er: „Der Nachbarschaftsraum soll nicht nur eine organisatorische Verbindung von zwölf Gemeinden sein, sondern eine Gemeinschaft, in der wir uns gegenseitig stärken, bereichern und miteinander Kirche gestalten!“

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Musikalisch gestalten Marius Schmidt an der Orgel und die Kinderkirchen aus Hatzfeld, Holzhausen und Reddighausen die Feier mit, in deren Anschluss die Gemeinden rund um die Kirche bei Getränken und Bratwurst das neue Miteinander feierten.

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