29/05/2026 0 Kommentare
„Frieden suchen – Grenzen überwinden“: Internationale Begegnungen mit schwedischen und tansanischen Gästen
„Frieden suchen – Grenzen überwinden“: Internationale Begegnungen mit schwedischen und tansanischen Gästen
# Partnerschaft+Ökumene

„Frieden suchen – Grenzen überwinden“: Internationale Begegnungen mit schwedischen und tansanischen Gästen
Ein besonderes internationales Begegnungsprogramm unter dem Motto „Frieden suchen – Grenzen überwinden“ findet vom 8. bis 21. Juni im Evangelischen Dekanat Biedenkopf-Gladenbach statt. Im Rahmen eines Partnerschaftsbesuchs reisen sechs Gäste aus Tansania und vier aus Schweden an, um mit Teilnehmenden aus dem Dekanat über Themen wie Frieden, Diskriminierung und interkulturellen Austausch zu diskutieren und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Diese trilaterale Begegnung ist etwas ganz Besonderes“, betont Marion Schmidt-Biber, die im Dekanat für das Arbeitsfeld Partnerschaften und Ökumene zuständig ist und den Besuch vorbereitet hat. Die schwedischen Gäste pflegen wie auch das Dekanat Biedenkopf-Gladenbach Partnerschaften mit der Karagwe-Diözese in Tansania und auch mit der EKHN, erläutert sie.
Programmhighlights: Begegnung, Bildung und Gemeinschaft
Die erste Woche (8.-14. Juni) verbringen die Gäste zusammen mit zehn Teilnehmenden aus dem Dekanat – darunter drei Angehörige der Evangelischen Jugend im Dekanat – in der Familienbildungsstätte (FBS) in Holzhausen/H. Diese Zeit steht als internationale Bildungsveranstaltung unter dem Zeichen der inhaltlichen Arbeit, Begegnung und des gemeinsamen Austauschs. Geplant sind unter anderem ein Interkulturelles Training mit Paola Fabbri-Lipsch vom Zentrum Ökumene der EKHN, der Besuch der Dekanatskonferenz zum Thema sowie Workshops zu Diskriminierung und Partizipation. „Was können Kirchen zum friedlichen Zusammenleben beitragen, wie Diskriminierungen in den eigenen Reihen abbauen und wie verhält sich die Position der Gewaltlosigkeit gegenüber der veränderten Weltlage?“, zählt Marion Schmidt-Biber einige Fragestellungen auf: „Wir beschäftigen uns mit einer Vielzahl an inhaltlichen Fragen.“
Außerdem stehen Aktivitäten wie Minigolfspielen, Erdbeerpflücken mit anschließendem Marmeladekochen und ein landestypisches Abendessen (schwedisch, tansanisch, deutsch) auf dem Programm, wobei sich die Gruppe hier mit der Frage beschäftigt, was Ernährung mit Frieden und Gerechtigkeit zu tun hat. Ein Ausflug nach Frankfurt rundet das Programm der internationalen Bildungswoche ab.

In der zweiten Woche (15.-21. Juni) leben die Gäste aus Tansania in Gastfamilien in Allendorf/Eder, Biedenkopf, Runzhausen und Gladenbach. Hier stehen Begegnungen in den Nachbarschaftsräumen, ein Besuch im Dekanat sowie Ausflüge nach Wuppertal und Marburg auf dem Programm. Wer den Gästen begegnen möchte, hat außer bei den Gottesdiensten, Treffen und Besuchen in den Nachbarschaftsräumen und Gemeinden vor allem Gelegenheit dazu beim Partnerschaftsgottesdienst in Weidenhausen am Sonntag, dem 14. Juni, um 14 Uhr, sowie beim Abschiedsfest am Samstag (20. Juni) um 17 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Eckelshausen.
„Das Programm der ersten Woche ist als Bildungsurlaub anerkannt und kombiniert theoretische Inputs zum Beispiel zu Frieden und Diskriminierung mit praktischen Elementen wie gemeinsamem Kochen, Singen und Bibelarbeiten“, sagt Marion Schmidt-Biber. Ziel der Begegnungen sei für alle Seiten, interkulturelle Kompetenzen zu stärken und neue Perspektiven zu entwickeln. Der Partnerschaftsbesuch mit Bildungsurlaub eröffnet neue Perspektiven und macht komplexe globale Zusammenhänge greifbar. Gerechtigkeit und Frieden sind untrennbar verbunden und durch den Besuch wird erlebbar, dass wir in der weltweiten Gemeinschaft eingebunden sind. Der intensive Austausch schafft Verständnis füreinander, hilft Vorurteile abzubauen und ist so ein wichtiger Beitrag für ein demokratisches Miteinander.
„Frieden entsteht dort, wo sich Menschen begegnen, einander zuhören und Verantwortung füreinander übernehmen. Trotz unserer unterschiedlichen Lebensrealitäten teilen wir Fragen, Hoffnungen und Herausforderungen und nehmen so Anteil am Leben der Anderen. Begegnungen sind das Herz unserer Partnerschaften und leisten einen wichtigen Beitrag für Gerechtigkeit und Frieden.“, fasst Marion Schmidt-Biber zusammen. (klk/eöa)
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