16/06/2026 0 Kommentare
„Frieden praktisch geübt, gelebt und gefeiert“: Schweden, Tansanier und Deutsche feiern Partnerschaftsgottesdienst
„Frieden praktisch geübt, gelebt und gefeiert“: Schweden, Tansanier und Deutsche feiern Partnerschaftsgottesdienst
# Gemeinsam im Dekanat

„Frieden praktisch geübt, gelebt und gefeiert“: Schweden, Tansanier und Deutsche feiern Partnerschaftsgottesdienst
Mit einem fröhlichen Partnerschaftsgottesdienst in Weidenhausen hat das Evangelischen Dekanat Biedenkopf-Gladenbach am Sonntag zur „Halbzeit“ des Besuchs der Delegation aus Tansania die immer weiter in die Tiefe wachsende gegenseitige Verbundenheit gefeiert. Im Gottesdienst, der das Thema Frieden zum Inhalt hatte, wurde auch die Partnerschaftsdelegation aus Schweden verabschiedet, die nach einer Woche voller Begegnung und Austausch wieder in die Heimat zurückkehrte.

Das Thema des Partnerschaftsbesuchs „Friedens suchen – Grenzen überwinden“ stand auch als Motto "seek peace – overcome borders“ über dem Gottesdienst in Weidenhausen. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)
„Wir haben den Frieden praktisch geübt, gelebt, gefeiert; miteinander gesungen, gearbeitet und gelacht“, berichtete Marion Schmidt-Biber, die im Dekanat für das Arbeitsfeld Partnerschaften und Ökumene zuständig ist und den Besuch vorbereitet hat, von der zurückliegenden Woche. Im Rahmen der trilateralen Begegnung waren die sechs Gäste aus Tansania und die vier aus Schweden mit einer Gruppe aus dem Dekanat in der Familienbildungsstätte (FBS) des Dekanats in Holzhausen/H., wo sie sich einem ebenso umfangreichen wie anspruchsvollen Programm mit inhaltlicher Arbeit, Begegnung und Austausch zu Themen wie Frieden, Diskriminierung und interkulturellen Austausch widmeten.

Im Partnerschaftsgottesdienst in stellten sich die tansanische Delegation den Besuchern vor, die aus dem ganzen Dekanat nach Weidenhausen gekommen waren. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)
„Wir können keine Friedenskette bilden, aber wir haben immerhin Wimpelketten“, sagte Dekan Andreas Friedrich mit Blick auf zwei lange Leinen voller Wimpel, die über dem Altar gespannt waren. Sie sind in den vergangenen Monaten in verschiedenen Gruppen und Kreisen des Dekanats als Gastgeschenk für die Partnerschaftsdelegationen angefertigt worden: „Was hier hängt, ist noch nicht alles“, erklärte der Dekan, bevor die Gäste sich kurz vorstellten. Oscar Samwel überbrachte Friedenswünsche und Grußworte von der Kirchenleitung und aus den partnerschaftlich verbundenen Distrikten Kituntu und Ngara-Distrikt sowie dem Nkwenda Deaconess-Center. Besonders freue er sich über die vielen jungen Menschen, die an dem Austausch teilnehmen, sagte er. Dass die ursprünglich in den bis 2016 eigenständigen Dekanaten Biedenkopf und Gladenbach gepflegten Partnerschaften mit den unterschiedlichen Regionen zusammengeführt seien, sei ein Segen, freute sich Marion Schmidt-Biber.
Eine Woche lang haben sich die Teilnehmer aus Schweden, Tansania und aus dem Dekanat gemeinsam intensiv mit dem Thema Frieden befasst. Im Gottesdienst stellten sie einige Ergebnisse der Bildungswoche kurz vor. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)
Das Jesajawort „Den Weg des Friedens kennen sie nicht“ machte Dekan Fridrich zu Inhalt seiner Predigt. Der Mangel an Frieden und die in unterschiedliche Lager zerrissene Gesellschaft seien kein Schönheitsfehler, sondern ein zentrales Problem der Menschheit, mahnte er. Derzeit sei man vom Frieden so weit entfernt wie seit langem nicht, und die Vernunft stehe ohnmächtig der Geldgier und staatlichen Interessen gegenüber: „Obwohl wir wissen, dass Krieg schädlich ist und teuer, können wir es nicht lassen“, beklagte der Dekan: Es gebe kein Jahr der Menschheitsgeschichte ohne Kriege und in den vergangenen Jahrzehnten nie weniger als 30 gleichzeitig, machte er bewusst.
Unter anderen begleitete der Chor „Ad Novum“ unter der Leitung von Dekanatskantor Katamba Kazaku den Gottesdienst musikalisch mit. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)

Unter anderen begleitete der Chor „Ad Novum“ unter der Leitung von Dekanatskantor Katamba Kazaku den Gottesdienst musikalisch mit. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)

Der „WG-Chor“ mit den Teilnehmern aus Schweden, Tansania und aus dem Dekanat trug mit einigen Liedern musikalisch zum Partnerschaftsgottesdienst bei. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)
Letzte Gelegenheit, den Gästen zu begegnen, ist nach den Besuchen in den Nachbarschaftsräumen und Gemeinden in dieser Woche beim Abschiedsfest am Samstag (20. Juni) um 17 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Eckelshausen.
Beim anschließenden Kirchencafé war ausreichend Zeit für Gespräche, Wiedersehenfeiern, Begegnung und Austausch. (Foto: Klaus Kordesch /eöa)
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