24/06/2026 0 Kommentare
Frieden leben, Grenzen überwinden und Partnerschaften stärken: Positive Bilanz der Begegnungen im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach
Frieden leben, Grenzen überwinden und Partnerschaften stärken: Positive Bilanz der Begegnungen im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach
# Partnerschaft+Ökumene

Frieden leben, Grenzen überwinden und Partnerschaften stärken: Positive Bilanz der Begegnungen im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach
Internationale Begegnungen und ökumenische Verbundenheit haben in den vergangenen beiden Wochen das Evangelische Dekanat Biedenkopf-Gladenbach geprägt: „Frieden suchen – Grenzen überwinden“ – Unter diesem Motto stand der Besuch einer sechsköpfigen Delegation aus Tansania im Evangelischen Dekanat Biedenkopf-Gladenbach, zu dem in der ersten Woche auch vier Gäste aus Schweden eingeladen waren.

Der Besuch der Delegationen war mehr als ein Austausch – er war ein Fest der Begegnung, des Lernens und der gemeinsamen Hoffnung nicht nur auf Frieden und Gerechtigkeit, wie beim gemeinsamen Auswertungsgespräch deutlich wurde. Die trilaterale Begegnung mit schwedischen und tansanischen Gästen unterstrich dabei besonders die globale Verbundenheit der christlichen Gemeinschaft, da sowohl das Dekanat als auch die schwedischen Gäste Partnerschaften mit der Karagwe-Diözese in Tansania und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) pflegen.

Die erste Woche hatten alle Beteiligten in der Familienbildungsstätte des Dekanats in Holzhausen verbracht, wo Workshops, Gespräche und gemeinsame Aktivitäten im Mittelpunkt standen. Vor allem diese Woche sei super gewesen, da sich alle zusammen mit der schwedischen Delegation intensiv mit vielen Aspekten rund ums Thema Frieden beschäftigt hätten, zog Luise Kaufmann eine positive Bilanz. Janice Bastian, Vorsitzende der Evangelischen Jugend im Dekanat, betonte, dass in dieser Zeit viel Glaube gelebt worden sei und man durch gemeinsame Unternehmungen viel über das Leben der anderen erfahren habe. Heike Werner ergänzte, dass die Beteiligung so vieler Jugendlicher an der internationalen Bildungswoche ein echter Gewinn für die Gruppe gewesen sei.

Ein besonderer Moment habe sich dann in der zweiten Woche beim Gespräch über eine neue Partnerschaftsvereinbarung ergeben, wie Dekan Andreas Friedrich berichtete. Die Partnerschaften zu den beiden Distrikten Kituntu und Ngara bestehen bereits seit Jahrzehnten – ursprünglich geschlossene Verbindungen der bis 2016 eigenständigen Dekanate Biedenkopf und Gladenbach. Eine Überarbeitung der Vereinbarung stand daher an, um die künftige Zusammenarbeit zu gestalten. Unabhängig voneinander hätten beide Seiten Nachbarverse aus Römer 12 ausgewählt, die nun beide der Vereinbarung vorangestellt werden sollen, sagte Friedrich. Er hob hervor, dass es sich als gut erwiesen habe, während des Besuchs nicht möglichst viele Gemeinden zu besuchen, sondern gemeinsam zu arbeiten, zu diskutieren, zu singen und zu beten, etwas zu unternehmen, zu kochen, zu essen und Workshops wie den zu gewaltfreier Kommunikation abzuhalten. Diese Erfahrungen seien nachhaltiger und wertvoller gewesen.

Auch der Partnerschaftsgottesdienst und das anschließende Tansania-Café seien besondere Momente gewesen, so Friedrich. Zudem hätten die gemeinsamen Abende und das landestypische Kochen die Gruppe verbunden, waren sich die Teilnehmer einig, die auch Ausflüge zur VEM nach Wuppertal, nach Marburg und nach Frankfurt unternahmen. Andreas Friedrich erinnerte sich besonders an die Worte von Oscar Samwel: „Sharing is caring – Teilen heißt, sich zu kümmern.“ Janice Bastian betonte, dass die gemeinsame Woche überaus wertvoll gewesen sei und man viel voneinander gelernt habe. Die internationalen Gespräche seien sehr schön gewesen.

Am Samstagabend endete der Besuch mit einem Abschiedsfest im Pfarrgarten in Eckelshausen, bei dem der Amani-Gospelchor unter der Leitung von Lee Cosmas Ndeiy für den passenden musikalischen Rahmen sorgte. Marion Schmidt-Biber, die im Dekanat für Partnerschaften und Ökumene zuständig ist und den Besuch organisiert hatte, dankte allen Beteiligten und zeigte sich wie Dekan Friedrich tief beeindruckt von den vielen berührenden Momenten während des Besuchs.

Die Rückreise der tansanischen Delegation am Sonntagabend gestaltete sich lang: Bei einer Entfernung von rund 7000 Kilometern Luftlinie dauerte die Heimreise etwa 24 Stunden mit vier Umstiegen. Da die Reise länger als erwartet gedauert hatte, mussten einige Delegationsmitglieder sogar noch eine Nacht in Ngara verbringen, bevor sie ihre Weiterreise antreten konnten.
Hintergrund: Eine lebendige Partnerschaft
Seit über 30 Jahren pflegt das Dekanat Biedenkopf-Gladenbach rege Beziehungen mit zwei Distrikten und zwei Einrichtungen in der Karagwe-Diözese im Nordwesten Tansanias. Die Zusammenarbeit umfasst auch Projekte wie Aufforstungen, den Bau von Regenwassertanks, Schülerstipendien und Frauenprojekte, die vor allem durch Spenden und Kollekten finanziert werden. Der Tansania-Arbeitskreis bereitet Besuche vor und organisiert Veranstaltungen – ein lebendiges Netzwerk, das die Partnerschaft trägt.
Mehr Infos: https://www.dekanat-big.de/tan...
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