Evangelische Kirche stellt Verwaltung ab 2027 neu auf: Dekanat Biedenkopf-Gladenbach ist beim ersten „Rollout“ dabei

Evangelische Kirche stellt Verwaltung ab 2027 neu auf: Dekanat Biedenkopf-Gladenbach ist beim ersten „Rollout“ dabei

Evangelische Kirche stellt Verwaltung ab 2027 neu auf: Dekanat Biedenkopf-Gladenbach ist beim ersten „Rollout“ dabei

# Gemeinsam im Dekanat

Evangelische Kirche stellt Verwaltung ab 2027 neu auf: Dekanat Biedenkopf-Gladenbach ist beim ersten „Rollout“ dabei

Verwaltung wird oft als umständlich und ineffizient wahrgenommen – und in vielen Fällen ist sie das auch. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) will das ändern: Auch im Evangelischen Dekanat Biedenkopf-Gladenbach soll schon ab 2027 eine grundlegende Neuordnung der kirchlichen Verwaltung umgesetzt werden. Darüber hat Britta Duchardt-Linneborn als Vorsitzende der Dekanatssynode die VertreterInnen der Kirchengemeinden während der Herbsttagung in Friedensdorf informiert.

© Klaus Kordesch /eöa

Ziel der von der Synode der Landeskirche beschlossenen Reform sei das Verschlanken des Verwaltungsapparates und das Entlasten der Haupt- und Ehrenamtlichen in den Nachbarschaftsräumen und in der Verwaltung des Dekanats, sagte die Präses. Das Dekanat Biedenkopf-Gladenbach sei mit dabei bei der ersten „Rollout-Welle“, in deren Verlauf zum Jahresbeginn 2027 zunächst in der Dekanatsverwaltung ein Verwaltungsleiter seinen Dienst beginne, zum 1. April drei weitere dann auch in den Nachbarschaftsräumen.

Die Verwaltungsleitungen werden laut Britta Duchardt-Linneborn vielfältige Aufgabenbereiche in jeweils mehreren Regionen verantworten: Eine Leitung werde die Arbeitsgemeinschaft Oberes Edertal und die Evangelische KIrchengemeinde Obere Lahn-Biedenkopf betreuen, die zweite die Gesamtkirchengemeinden Breidenbacher Grund, Dautphetal und Oberland und die dritte die Gesamtkirchengemeinden an Lahn und Simberg, Bischoffen-Bad Endbach und Gladenbacher Land, gab sie bekannt. So sei jede Verwaltungsleitung für Gemeinden mit zusammen rund 15 000 Mitgliedern zuständig, sagte die Präses. Wo die Leitungen verortet würden, sei derzeit noch offen. Die Dekanatssynode stimmte dem entsprechenden Beschlussvorschlag mit einer Gegenstimme bei acht Enthaltungen mehrheitlich zu.

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Zuvor hatte René Fünders als Leiter der Regionalverwaltung Nassau Nord den Synodalen von den guten Erfahrungen mit den Verwaltungsleitungs-Pilotprojekten berichtet. Wenn im Zuge der Umsetzung des von der Landessynode beschlossenen Verwaltungsneuordnungsgesetzes die Regionalverwaltungen zum 1. Januar Teil der landeskirchlichen Verwaltung und die Regionalverwaltungs-Verbände aufgelöst werden, werde kein Mitarbeitender seinen Arbeitsplatz verlieren: Sie sollen sich für die neuen Verwaltungsleitungsstellen bewerben können und entsprechend qualifiziert werden. „Es entsteht ein neues großes Gemeinsames“, erläuterte er. Ziel sei eine große gemeinsame Verwaltung mit mehreren Standorten; an der praktischen Arbeit werde sich zunächst aber nicht viel ändern. Für ihn sei es allerdings als Leiter der Regionalverwaltung der letzte Besuch der Synode, da auch er eine neue Rolle in der Kirchenverwaltung übernehmen werde, verabschiedete er sich.

Die Dekanatssynode beschloss außerdem einstimmig, Pfarrer Dr. Reiner Braun aus Dautphe eine ehrenamtliche Beauftragung für Religionspädagogik zu erteilen. In dieser Rolle werde er Religionslehrer begleiten und fortbilden, erklärte Dekan Andreas Friedrich dazu.

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In ihrem gemeinsamen Bericht gingen Dekan Andreas Friedrich und Präses Britta Duchardt-Linneborn auch auf die aktuelle Personalsituation ein. Pfarrer Michael Reschke und Pfarrerin Hilke Perlt, die aus persönlichen Gründen zum 1. Dezember in die Hannoversche Landeskirche wechseln, werden am 29. November beziehungsweise am 6. Dezember verabschiedet. Pfarrer Holger Balzer werde in Battenberg am 25. Oktober um 17 Uhr in den Ruhestand verabschiedet, in Weidenhausen Pfarrer Axel Henß am 20. Dezember.

Außerdem erinnerten Präses und Dekan an den überaus erfolgreich verlaufenen Partnerschaftsbesuch aus Tansania und Schweden, wo vor allem die gemeinsame Woche unter einem Dach mit einer Abordnung aus dem Dekanat in der Freizeit- und Bildungsstätte als neues Format sehr wertvoll gewesen sei. Dekan Andreas Friedrich und Präses Britta Duchardt-Linneborn gingen auf den Gebäudebedarfs- und Entwicklungsplan ein, bei dem mach dem Synodenbeschluss noch viele Fragen zur zukünftigen Nutzung der Gebäude offen blieben. Außerdem warben sie für die Kandidatensuche für die Kirchenvorstandswahl im kommenden Jahr, die unter veränderten Vorzeichen stattfinde, nämlich in Gestalt einer Online-Wahl vom 26.April bis 23. Mai 2027 und einer Briefwahl bis zum 6. Juni 2027.

© Klaus Kordesch /eöa

Für die bisherigen und die ausscheidenden Kirchenvorstände werde es ein Danke-Fest am 20. Februar kommenden Jahres in Gladenbach geben, das mit einem Konzert von „Duo Camillo“ im „Haus des Gastes“ verbunden werde, gaben die beiden bekannt. Dafür werde es auch Karten im Vorverkauf geben, kündigten sie an.

 

 

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