Der erste Schritt eines schwierigen Prozesses: Dekanatssynode verabschiedet Gebäudebedarfs- und Entwicklungsplan

Der erste Schritt eines schwierigen Prozesses: Dekanatssynode verabschiedet Gebäudebedarfs- und Entwicklungsplan

Der erste Schritt eines schwierigen Prozesses: Dekanatssynode verabschiedet Gebäudebedarfs- und Entwicklungsplan

# Gemeinsam im Dekanat

Der erste Schritt eines schwierigen Prozesses: Dekanatssynode verabschiedet Gebäudebedarfs- und Entwicklungsplan

Um mindestens 20 Prozent müssen die Nachbarschaftsräume im Evangelischen Dekanat Biedenkopf-Gladenbach ihren Gebäudebestand reduzieren – so wie alle Nachbarschaftsräume in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Biedenkopf-Gladenbach ist dabei jetzt einen wesentlichen Schritt weitergekommen: Am Samstag hat die Dekanatssynode dem Gebäudebedarfs- und Entwicklungsplan (GBEP) zugestimmt.

Rund zwei Jahre habe man sich in den Nachbarschaftsräumen nach den Begehungen der Gebäude in Workshops mit dem Thema beschäftigt, erinnerte die Stellvertretende Dekanin Christina Ronzheimer, die allen Beteiligten für ihr Engagement in diesem mitunter schwierigen Prozess dankte. Nun sei man so weit, dass alle acht Nachbarschaftsräume des Dekanats einen Vorschlag für die Synode erarbeitet hätten, in denen die Kirchen, Pfarrhäuser und Gemeindehäuser einer von drei Kategorien zugeordnet werden, erläuterte sie.

Gebäude der beiden Kategorien A und B erhalten die landeskirchliche Zuweisung wie bisher, die für Gebäude der Kategorie C entfällt. Bei Sanierungsmaßnahmen bekommen Gebäude der Kategorie A weiter den vollen landeskirchlichen Zuschuss, der in der Regel entscheidend für den dauerhaften Erhalt ist, während in der Kategorie B nur noch notwendige Außen-Sanierungen und -reparaturen an "Dach und Fach" bezuschusst werden. Als C-Gebäude eingestufte Gebäude werden aus der Förderung genommen.

„Stand heute wissen wir noch nicht, was wir mit C-Gebäuden machen können“, schilderte die Stellvertretende Dekanin den Zwischenstand des Prozesses, der noch nicht abgeschlossen sei: „Auch wenn es sehr schwer ist für viele Menschen in den Gemeinden, wollen und müssen wir diesen Weg weitergehen.“ Die Entscheidungen müssten aber auch zur künftigen Arbeit im Nachbarschaftsraum passen. Um dies zu gewährleisten, werden dem Gebäudebedarfs- und Entwicklungsplan auch zwei Anträge an die Kirchenleitung beigefügt, die Ausnahmegenehmigungen für besondere Konstellationen zum Ziel haben. Die Synodalen stimmten dem GBEP samt der Anträge bei wenigen Enthaltungen einstimmig zu.

Präses Britta Duchardt-Linneborn wies darauf hin, dass der Beschluss nur ein erster Schritt sei. Eine der wichtigsten offenen Fragen sei, was mit den C-Gebäuden passieren solle, die nun keine Zuweisungen mehr erhalten. Dazu werde es am 12. Juni in Herborn einen Workshop geben, den die beiden Dekanate Westerwald und Biedenkopf-Gladenbach gemeinsam anbieten. kündigte sie an. Er hoffe, dass aus jeder Region einige VertreterInnen daran teilnehmen, ergänzte Dekan Andreas Friedrich.

Begonnen hatte die Synodentagung mit einem Gottesdienst in der Weidenhäuser evangelischen Kirche, in dem Pfarrer Axel Henß sich aus theologischer Sicht mit dem anstehenden Gebäude-Thema befasste. Vielfach seien die Gebäude Teil der persönlichen Glaubens- und Lebensgeschichte der Menschen, und es sei schwer, dem GBEP zuzustimmen, wenn es um Herzens-, Sehnsuchts- und Seelenorte gehe, sagte er in seiner Predigt: „Wir sprechen von Orten, an denen Gott und unsere Seele zuhause ist.“ Die für den Dautpher Verein „FürDich“ bestimmte Kollekte ergab rund 300 Euro. (klk/eöa)

 

 

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