21/08/2026 0 Kommentare
Den Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen kennenlernen: Dekanat bietet kostenfreie Führung am 11. September
Den Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen kennenlernen: Dekanat bietet kostenfreie Führung am 11. September
# Gesellschaft + Bildung

Den Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen kennenlernen: Dekanat bietet kostenfreie Führung am 11. September
Hunderttausende Menschen aus der Sowjetischen Besatzungszone und später aus der DDR sind über die Jahrzehnte im Notaufnahmelager Gießen aufgenommen worden. Mit dem Evangelischen Dekanat Biedenkopf-Gladenbach kann man den Lern- und Erinnerungsort am Freitag, 11. September 2026, kostenfrei besuchen.

Treffpunkt ist um 15.30 Uhr direkt am Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen am Meisenbornweg, das im Juni 2025 als Gedenkstätte eröffnet wurde. Im Fokus steht den Nachmittag über vor allem die innerdeutsche Geschichte in den Monaten vor und nach dem Ende der DDR. Die Gruppe wird zunächst während einer etwa einstündigen Führung die Ausstellung und die Aufgaben und Abläufe des damaligen Notaufnahmelagers kennenlernen. Im zweiten Teil ist ein Planspiel vorgesehen: In unterschiedlichen Rollen beraten die Teilnehmenden über politische Handlungsmöglichkeiten, die sich nach dem Mauerfall für die DDR ergeben konnten. Das gemeinsame Gespräch soll historische Entwicklungen nachvollziehbar machen und unterschiedliche Perspektiven auf die Zeit der Friedlichen Revolution und der deutschen Einheit eröffnen.

Die Teilnahme ist durch eine Förderung der EKHN-Stiftung kostenfrei möglich. Anmeldungen sind online unter ekhn.link/jrWnxB sowie über den Veranstaltungskalender auf der Homepage des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach unter Dekanat-BiG.de möglich. Weitere Informationen gibt es bei Kerstin Vollmerhausen als Inhaberin der Fachstelle Bildung im Dekanat per E-Mail an kerstin.vollmerhausen@ekhn.de oder Tel. 06464 / 2771019.
Info Lern- und Erinnerungsort Notaufnahmelager Gießen
Das ehemalige Notaufnahmelager ist ein authentischer Ort deutscher Teilungs- und Nachkriegsgeschichte. Es gilt als die älteste und einzige Aufnahmeeinrichtung in Deutschland, die von der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Fall des Eisernen Vorhangs 1989 und 1990 durchgehend arbeitete. Die Ausstellung vermittelt Geschichte und persönliche Erfahrungen von Heimatvertreibung, Flucht, Aussiedlung und politischer Verfolgung.

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